Sarria – Portomarín

Heute ging es in der Dämmerung bei leichtem Nieselregen, aber immerhin 10°C in Sarria los.

Zunächst durch den Ort, an einem Waldstück vorbei über eine Bahntrasse. Und, wie konnte es anders sein, erst einmal 600m steil nach oben. Der ansteigenden Straße noch eine Weile gefolgt, dann gab es einen netten Ausblick.  Leider bedeckt.

Weiter also Richtung Barbadelo, wo ich an einer Straßenecke auf eine verloren dreinblickende Pilgerin traf, Luzia aus Mexiko.

Sie hat sich mir kurzerhand angeschlossen und im Laufe der nächsten Kilometer entwickelte sich ein intensives Gespräch über Gründe für den Camino, Glauben und  Gott.

Der Weg führte uns über Ferreiros, kurz danach am Kilometerstein 100 vorbei. Hier war natürlich ein Foto fällig.

Im Anschluss weiter nach Mercadoiro, wo es die Gelegenheit zu einer Kaffeepause gab und Luzia erst einmal die Füße verarzten musste.

Irgendwann erreichten wir dann Vilacha, also nur noch 2 km bis Portomarín, welches an einem Stausee liegt. Schon aus der Ferne ließ sich die imposante Wehrkirche erblicken, die wohl beim Bau des Stausees abgebaut und weiter oben originalgetreu wieder aufgebaut wurde.

Nachdem wir die Brücke überquert und das Tor durchschritten haben, hieß es dann wieder Abschied nehmen, ich musste mich noch auf die Suche nach einer Herberge machen.

Die Menge der Pilger hat doch auf den letzten Kilometern deutlich zugenommen, reichen doch 100km für den Erhalt der Compostela. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das in den nächsten Tagen nicht noch verschlimmert. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das zur Saison hier aussieht.

Unterkunft gab es dann in der kleinen Herberge Ultreia, danach Wäsche und ab ins Café.

Ein sehr schöner Tag. Heute Abend dann wieder Abendessen mit der mittlerweile etwas geschrumpften Truppe. Ich freue mich schon…

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