Portomarín – Palas de Rei

Kurzer Einschub: Bisher habe ich sie nicht erwähnt, aber es gibt sie doch, die Menschen, die man unterwegs mehr oder weniger intensiv kennenlernt und ggf. Tage und Wochen miteinander verbringt. Man trifft sich ja immer wieder.

Einige ziehen schneller weiter, andere haben identische Tagesziele. Ich möchte jetzt nicht alle Namen aufzählen, aber zumindest die der relativ festen Gruppe der letzten Tage nennen.

Das sind Michael aus Deutschland (nicht ich), Fernando, Mario und Elena aus Spanien, sowie Stefan und Ann aus Korea. (Die koreanischen Namen kann kein Mensch aussprechen.)

Der heutige Morgen begann mit fiesem, miesen Nieselregen. Gott sei Dank hat er nicht zu lange angehalten. Bedeckt blieb es trotzdem den ganzen Tag.

Zu Beginn des Weges bin ich auf Elena gestoßen, wir sind dann gemeinsam los.

In der Stadt tauchten dann alsbald die ersten Pilgerhorden auf. Es ist schon deutlich spürbar, dass sich der Geist des Weges verändert hat.

Davon wollten wir uns aber mal nicht beeindrucken lassen, haben aber trotzdem auf dem ersten Teilstück Tempo aufgenommen, um das wilde Geschnatter hinter uns zu lassen.

Leider anstrengend, denn die ersten zwei Kilometer waren recht steil. Trotzdem kamen wir gut miteinander ins Gespräch.

Nach etwa 10 Kilometern gab es in Castromaior die Gelegenheit zu einer Kaffeepause. Hier stieß auch Michael dazu, der mittlerweile aufgeholt hatte.

Da ich etwas länger pausieren wollte, machten sich die beiden schon einmal auf den Weg. Bei der nächsten Pausenstation bei A Brea wollten wir uns wieder treffen.

Den Rest des Weges bis Palas de Rei legten wir bei kurzweiliger Unterhaltung gemeinsam zurück. Somit waren dann die heutigen 25 Kilometer auch geschafft.

Heute Abend ist um 19.00 Uhr Pilgermesse, anschließend werden wir uns ein Abendessen suchen.

Unterkunft haben wir in der Albergue San Marcos gefunden. Da Schülerhorden das Hauptgebäude in Beschlag haben, wurden wir in einem kleinen Nebengebäude einquartiert. Auch schön.

Bilder gibt es heute nur wenige, das Wetter war einfach nicht gut genug.

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