„The rain in Spain…“

7.30 Uhr, laut Temperaturanzeige 4°C, dazu sehr bedeckt und etwas Wind. Gefühlt kälter als gestern.

Aber was hilft das Gejammer? Der Aufbruch war ja unvermeidlich, also ging es los. Geplant war heute über Hontanas nach Castrojeriz zu gehen.

Ein erstes, flaches Stück

Eins vorweg: Die Sonne hat sich gar nicht mehr blicken lassen. Etwas weiter lief ich im Nebel, dem Nebel folgte Nieselregen, dann spanischer Landregen, im Anschluss dann wieder Nieselregen. Das drückt schon auf die Stimmung!

Und dann ging es gefühlt nur bergan. Zugegeben, meist nur leichte Anstiege, dafür aber stetig. An zwei Stellen dann auch mächtig bergab. Ab dem zweiten Drittel wurde es dann aber relativ eben.

Hontanas im Regen

Irgendwie war heute alles anstrengender, auch die Füße meldeten sich bereits nach den ersten 10 Kilometern. Ich bin eben nur das flache Emsland gewohnt.

Von Hontanas dann weiter auf einem Feldweg mit mal etwas anderer Vegetation, dann noch einmal bergab. Nach kurzer Zeit führt der Weg auf die Landstraße durch eine Klosterruine und dann kam auch schon bald Castrojeriz in Sicht.

Feldweg mit Bäumen!
Sieht nicht so aus, war aber ein herausfordernder Abstieg.
Klosterruine San Antón
Blick auf Castrojeriz

Untergekommen bin ich dann schließlich in der Albergue a Cien Leguas. Und etwas Glück muss man auch haben: Statt Schlafsaal gab es ein Dreibettzimmer mit mir als einzigem Bewohner.

Unterkunft
Hier darf ich schlafen
Ein Bad gibt es auch

Das Haus ist zu empfehlen. Schöner Schankraum, rustikales Restaurant und gute Küche. Das heutige Pilgermenü bestand aus einer Zucchinicremesuppe mit Brot, Hackbällchen mit Pilzrahmsauce und hausgemachten Pommes. Dazu eine Karaffe Rotwein. Als Nachtisch eine Crème Caramel.

Ein Kommentar zu “„The rain in Spain…“”

  1. Das sieht ja schon fast nach Luxus aus.
    Wir wünschen dir morgen einen guten dritten Pilgertag und besseres Wetter.
    Buen Camino

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